Minis trainieren wieder

Nach monatelanger Corona-Pause ist der Trainingsbetrieb zumindest für die Jugend wieder erlaubt. Der TSV Mustergemeinde 1876 ist einer der Pioniere.

Minis trainieren wieder

Auf diesen Tag haben viele Nachwuchskicker des TSV Mustergemeinde 1876 lange hingefiebert: Seit dieser Woche dürfen alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 14 Jahre wieder bei ihrem Klub trainieren. Zum Auftakt gaben sich am Nachmittag gleich die Bambini und die U8-Fußballer auf dem Kunstrasen ein Stelldichein, gefolgt von den älteren Jahrgängen. Die U13 absolvierte derweil am Abend ihre erste Übungseinheit nach der monatelangen Corona-Zwangspause.

„Wir sind total froh, dass es endlich wieder losgeht und wir zumindest unsere Jungen auf den Platz schicken dürfen“, sagt Trainer Weißlinger, Vorstand Organisation und Infrastruktur beim TSV 76 und seit der Pandemie obendrein oberster Hygienebeauftragter.

Was eine baldige Rückkehr der älteren Jahrgänge sowie der Aktiven anbelangt, zeigt er sich hingegen skeptisch. Doch auch bei den Kleinsten ist der Wiedereinstieg an strenge Richtlinien gebunden. Der Verein hat in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Behörden entsprechende Regelungen erarbeitet. Vor einer Woche wurden diese unter anderem bei einem Online-Infoabend mit rund 2000 Teilnehmern vorgestellt und erläutert. Nach dem abschließenden Okay der jeweiligen Stadt oder Gemeinde dürfen die Vereine und ihre Nachwuchskicker dann auf dem Sportplatz loslegen.

„Wir sind total froh, dass es endlich wieder losgeht und wir zumindest unsere Jungen auf den Platz schicken dürfen“

Bei einer Sitzung Mitte vergangener Woche hat auch der Arbeitskreis Hygiene des TSV 76 die Eckpunkte adaptiert und den eigenen Trainer- und Betreuerstab gebrieft. Zu den Einschränkungen zählt neben dem Maximalalter die Begrenzung auf 20 Spieler. Der Verein geht jedoch bei einer höheren Teilnehmerzahl pragmatisch vor und bildet in diesem Fall eben zwei Gruppen, die dann voneinander abgetrennt auf einem bestimmten Bereich des Feldes trainieren. Hinzu kommt eine „angemessene Zahl“ an Trainern und Betreuern. Mangels genauerer Vorgabe hält der Funktionär und frühere 76-Fußballer hier eine Zahl von drei bis vier Übungsleitern oder Helfern bei einer 20-köpfigen Gruppe für angemessen.

Konkret geregelt ist dagegen, was auf dem Feld erlaubt ist und was nicht. Um Infektionen zu verhindern, soll der Trainingsbetrieb kontaktarm stattfinden. Trainingsspiele und Übungsformen mit Abstand sind zulässig, nicht jedoch Partnerübungen und das statische Einüben von Standardsituationen wie Ecken oder Freistöße. Wettkampfbetrieb, Freundschaftsspiele und andere Leistungsvergleiche sind ebenso tabu.

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